Lorem ipsum dolor sit amet, otatur re nobit eos­ sunod quatiuntur adi tem dolupta sitate debis aut labor sum faceper chitati consedipit quos etur, cor sectur magniam sim quatem voluptas con­sed qui dolor andi volore modi isciet ex es am que doluptis digendae poris ex excest assum hari acitae alit es exerferspero ipid quae plis dolecea solar aspe doles eos nobit quo ipis ut re, si ut quasit, corepudi alicia adia sum consed quae nimporum sere iur mo ipsanietur sum eum fugitaquat. Pidem quas ariat­quiat et offici di erchil magnatiat lit quam fugit, to inctat.  

Fugit untibus arwnenis que non pe doluptatio ipsundioria diore sus que et voluptatin consequid mo volorecta volo, elor alibus es sit quature. runtur mo blaut faccabor acus nosam, sit iditadi porion pro qui utem quamendit parum rehendi cuptatiidi oonsequas et? Ferfenmtur ressi unt. 

,Schön, haben sie bis hierhin durchgehalten. Das war kein Fehler oder Latein, sondern vom Computer vorgeschlagener Fülltext, wie ihn Architekturschaf­fende und etliche andere Professionen verwenden, um ein Layout für ein Plakat oder eine Zeitung zu gestalten. Es wird Platz für Text vorgesehen, der noch gar nicht geschrieben oder erdacht ist. Der sinnlose Lückentext tut also nur so, als wäre er einer, dabei ist er Buchstabensalat oder Form ohne Inhalt. Genauso gibt es Platzhalter-Architektur. Die tut auch nur so, als wäre sie welche.

 

 Man könne mit 20 Prozent Aufwand mühelos 80 Prozent der vollen Leistung erreichen. 

 

Für die Entwerfenden oder sollte ich besser sagen «Hinwerfenden>> spart das_ mächtig an Aufwand und Denkarbeit. Schnell füllt man Text- oder Bau­lücken, zwar nicht mit Inhalt, aber mit beliebigem Buchstaben- beziehungsweise Formensalat. Jemand erklärte mir einmal dazu, es gäbe ein 20-zu-80-Prin­zip. Man könne mit 20 Prozent Aufwand mühelos 80 Prozent der vollen Leistung erreichen. Ich stelle mir das wie diesen Lückenfüllertext vor, mit halber Kraft hastig etwas raushauen. Es wird schon reichen. Doch wer einen runden Gedanken, eine 100-Pro­zent-Leistung sucht, braucht dafür doch noch die 80 Prozent unverhältnismässig aufreibende Energie zur Vollendung. 

Natürlich ist das eine Zumutung, aber unum­gänglich. Es gibt schlicht keine Abkürzung. Wer das denkt, hat nie entworfen. Immer wenn es auf Qualität ankommt, wird es kräfteraubend. Dcµm, wenn man nicht mehr schnoddrig plappern kann, sondern robuste Aussagen als Text oder Baute formulieren sollte.  

Dieses Pareto•Prinzip greift im Übrigen überall, wo es um gutes Handwerk geht. Den Aufwand für die letzten 20 Prozent muss man wollen - und ja, auf diesen vermeintlich vernachlässigbaren Unter­schied kommt es an. Heute gehöre ich mit meiner Kolumne also auch zu denen, die mit 20 Prozent Aufwand etwas hinwerfen. Sind Sie damit zufrieden? Ich nicht. Immerhin, ich gewann Zeit. Was ich damit mache? Ich setze mich nun hin und schreibe die nächste, aber diesmal anständige Kolumne. 100-prozentig.

 

--

Einer der Essays, die in der Südostschweiz erschienen. Jeder mit dem Anspruch grosse Themen, nicht nur der Architektur, möglichst einfach und in wenigen Zeilen zugänglich zu machen.

Inhalte