« Handles represent the handshake of a building. »

Juhani Palaasma für izé

‚Manipulation‘: latein. Zusammensetzung aus manus ‚Hand‘ und plere ‚füllen‘; wörtlich ‚eine Handvoll haben, etwas in der Hand haben‘, übertragen: Handgriff, Kunstgriff. „Insbesondere heißt Manipulation aber die Bearbeitung, Berührung und Streichung eines Körpers mit der Hand, um heilsame Veränderungen in demselben zu bewirken. sic!

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Bei machen Bauten sind Klinken das einzige Bauteil, das an Gebäuden berührt wird. Der Griff, leider oft weniger architektonisch denn designhaft, gedachte Dutzendware, interessiert uns sehr, weil die Intention einer Baute hier kulminieren und im wahrsten Sinne greifbar werden kann. Der Griff entfaltet seine Wirkung mittels Form und Handhabe. Bei guten Beispielen denken wir an Häuser von Álvaro Aalto oder an das Haus Wittgenstein. Sorglos eingesetzt verpufft die Wirkung. Hersteller beschränken sich meist darauf hochglanzpolierte, heute auch teils patinierte, stets aber makellose Produkte zu möglichst günstigen Preisen für einen breiten Markt zu produzieren. Sonderwünsche stören den industriellen Prozess und werden dadurch verteuert. Die Wahlfreiheit der Besteller beschränkt sich auf grosszügig wirkende Farbauswahlen oder auf leicht differierende Formgebungen. 

Unsere Untersuchungen an Türgarnituren können daher beispielhaft für eine Vielzahl am Bau beteiligter Zulieferer sein. Die Fragestellungen für Architekten, die heute gezwungenermassen oft mit Halbfertigteilen hantieren müssen sind immer Ähnliche. Faserzementhersteller bieten tausende NCS Farben, aber keine differenzierte Texturen zur Auwahl, Anbieter von Badarmaturen offerieren eine auf Chrom und Porzellan beschränkte Welt. Die Produktionsverfahren lassen keine Aberationen und Sonderwünsche zu. Das Korsett der Massenproduktion bleibt eng.

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Wir wollten uns davon befreien. Wir wollten die Herstellungsprozesse verstehen und die Spielräume darin ausloten. Wir wollten auch mittels freudvoller Manipulationen unsere Konditionierungen aufbrechen. Dazu entwickelten wir täglich 20 Griffideen. Wir transferierten, morphten und collagierten, wir manipulierten Gewohntes, um unsere Gewohnheiten und die des Herstellers aufzubrechen. Zusammen mit MEGA Beschläge wollten wir gerne neue Türen, auf neue Art aufstossen.

Lando Rossmaier & Johannes Käferstein, Studio Beschläge, swiss spring school 01, HSLU Luzern mit MEGA Beschläge Gossau

 

Meret Oppenheim Mein Kindermädchen 

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Swiss Spring School 01 des Architekturrates in St Gallen, Architekturwerkstatt, Blog während der Blockwoche: blog.hslu.ch/swiss-spring-school, Initiiert vom Architekturrat Schweiz

Studierende: Jan Baumgartner, HTW Chur; Liridon Korbi FHSG; Lena Stamm, ETH Zürich; Tobias Wick, ETH Zürich ; MEGA Beschläge Gossau: Gaetano Russo, Leiter Kompetenz-Center; Eugster Jakob, Objektfachberater Beschläge; Philipp Keller, Verkaufsberater Deutschschweiz

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