
Atelier Lando Rossmaier
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Schulhausstrasse 1
8755 Ennenda, Glarus
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Architektur als Antwort
Wir beginnen selten mit einer Idee. Eher beginnt es fast immer mit einem Widerstand. Dem Ort. Dem Bestand, der sich unseren Vorstellungen entzieht. Einer Aufgabe, die sich nicht erschliessen will. Gerade in diesen Reibungen liegt das Potenzial: nicht zu behaupten, sondern zu befragen. Nicht zu gestalten, sondern gesamthaft zu durchdringen.
Unsere Architektur entfaltet sich im Verweben von stofflichem und inhaltlichem Material – von Landschaft, Ort, Gebrauch, Erinnerung, Kultur und Konstruktion. Dieses Material ist nicht nur stofflicher, sondern ebenso inhaltlicher Natur. Was daraus hervorgeht, ist selten ganz neu, aber hoffentlich sehr genau: ein sinnvolles, hoffentlich auch sinnliches Gefüge. Tragfähig nicht durch Stärke, sondern durch Zusammenhang.
Wir verstehen Material nicht nur als Materie, sondern ebenso als Bedeutung.
Unsere Antworten entstehen im Dazwischen aus Absichten und Ahnungen, zwischen Tektonik, Typus und Topos. Wir versuchen nicht zu addieren, sondern zu integrieren. Nicht zu dominieren, sondern zuzuhören. Gute Architektur verstehen wir deshalb weniger als die Verwirklichung eines eigenen Willens denn als die Entfaltung des Vorgefundenen. Vielleicht ist das der schönste Moment: wenn ein Projekt still wird – und zu sprechen beginnt.
Aus dieser Haltung heraus arbeiten wir. Aus der sorgfältigen Auseinandersetzung mit Ort, Geschichte, Material und Gebrauch. Unsere Projekte sind keine isolierten Objekte, sondern Teil eines grösseren Zusammenhangs – eingebettet in Landschaften, gewachsene Gefüge und kulturelle Erzählungen. Architektur verstehen wir als Beitrag zu einer nachhaltig verstandenen Baukultur.
Unsere Entwürfe bewegen sich im Spannungsfeld von Topos, Typus und Tektonik. Entwerfen verstehen wir als das sorgfältige Austarieren dieser Kräfte. Am Anfang steht selten ein fertiges Bild, sondern eine Frage, eine Beobachtung, manchmal eine Intuition. Im Prozess arbeiten wir tastend und prüfend, bis sich daraus eine Intention entwickelt – eine begründete Haltung. Wir glauben, dass Form nicht aus grenzenloser Freiheit entsteht, sondern am Widerstand der Wirklichkeit sinnhaft wird.
In unserer Lehre steht nicht das Konzept im Mittelpunkt, sondern die Intention. Warum entwerfe ich? Warum ist mir etwas wichtig? Wofür übernehme ich Verantwortung? Wir verstehen Architektur als Wahrnehmungsschule. Wer baut, soll verstehen. Wer entwirft, soll hören. Wer lehrt, trägt Sorge für gute Orte und für das Dazwischen, das sie miteinander verbindet.
Verwirklicht den Ort. Nicht euer Ego.
Baut nicht Bilder. Baut vielgestaltige Beziehungen – zwischen Ort und Gebrauch, zwischen Mensch und Material, zwischen Erinnerung und Zukunft. So erzählen unsere Bauten nicht von sich selbst, sondern vom Ganzen. So werden Gebäude zu Sinngeflechten.
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