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Bedeutung: Aufweitung eines Gewässers. Dorfentwicklung in Schwyz
ARTIKEL IN ARBEIT / AM ANFANG IST DIE LANDSCHAFT.
Annäherung Ein Entwurf endet beim Gebäude, beginnen muss er jedoch weit vorher, bei der Landschaft. Denn sie hat Schwyz geformt. In ihr liegen jene Eigenarten verborgen, die wir nicht erfinden müssen, sondern wieder freilegen. Schwyz liegt im Knick des Talbeckens. Vom Zugersee und Lauerzersee her kommend beugt sich der Landschaftsraum um die Rigi herum nach Süden, Richtung Ingenbohl und Vierwaldstättersee. Schwyz selbst liegt etwas oberhalb, erhaben am Hangfuss der Mythen, genau in dieser Beuge zwischen den Linien von Ingenbohl und Ibach sowie Goldau und Seewen.

Man spürt hier vieles zugleich: das Gebirge, den monumentalen alpinen Raum im Rücken, die ausufernde, weitverzweigte Vielgestalt des Vierwaldstättersees mit seinen flachen Seeufern, aber auch den Sog nach Süden, Richtung Urnersee, dem Gotthard und seinem Pass. Schwyz liegt nicht zufällig hier. Der Markt, oder besser der Flecken Schwyz, verdankt der besonderen Lage seine Entwicklung als reicher Markt- und Handelsort.
Auf der Karte zeigt sich auch die Bedeutung der Wege. Die Verbindung von Seewen und von Ibach nach Schwyz sucht den schnellsten Weg durch das frühere sumpfige Gebiet. Grundstrasse und Herrengasse spannen am Herrenplatz einen harten, beinahe rechten Winkel auf. Seine Grösse, die Stattlichkeit der Bürgerhäuser und die Kirche beeindrucken bis heute. Sie erzählen von Wohlstand – und Macht.
Im Hintergrund des Platzes franst der Dorfkörper hangwärts aus, nach Aufiberg, Rickenbach und Iberg. In der Karte spürt man die Ausläufer des alpinen Raums: die Bäche, die Felsen, die Fluh. Die Hochflue schiebt sich wie ein Amboss in die Biegung des Talraums, jenen Knick von See zu See. Der sanft geneigte Boden Richtung Muota war vermutlich einst feucht, sumpfig, wenig geeignet für eine dauerhafte Besiedlung. Wie andere alpine Orte siedelte Schwyz deshalb leicht erhöht am Hangfuss: nicht nur zur besseren Übersicht und Verteidigung, sondern auch in der Nähe der Bäche, die Versorgung, Bewegung und Arbeit ermöglichten.
Schwyz wurde durch die Landschaft geformt. Sie formte dessen Wege und Besiedelung.
Landschaft mit Orten Die alte Landschaftsaufnahme oben zeigt, wie selbstverständlich Architektur und Landschaft einst ineinander verwoben waren. Die Wiesen sind von Obstbäumen durchsetzt. Die Häuser schmiegen sich in die Topografie. Architektur erscheint darin nicht als Gegensatz zur Landschaft, sondern als Teil von ihr. Der grosse und der kleine Mythen stehen nicht als Kulisse dahinter, sondern sind Ortsbildhintergrund, Massstab und Gegenüber zugleich.
Vielleicht haben wir solche Selbstverständlichkeit weitgehend verloren. Der Mensch und seine Behausungen haben sich zunehmend von der Landschaft gelöst. Sie wird zur Kulisse, zur Aussicht und freien Fläche zwischen den Gebäuden. Dabei verliert nicht nur die Landschaft an Bedeutung, sondern auch ihre Architektur darin. Denn sie verneint den Bezug zu dem, was sie einst hervorgebracht hat.
Rückgängig machen lässt sich diese Entwicklung nicht. Aber wir können versuchen, den Blick wieder an ihren Ursprung zu lenken. Nicht aus Nostalgie und nicht als Rückkehr zu einem vermeintlich besseren Zustand. Sondern, weil wir glauben, dass gute Architektur dort beginnt, wo wir einen Ort als Ganzes verstehen. Erst durch Beziehung erkennen wir seinen Wert. Und vielleicht gehen wir sorgfältiger mit unserer Um-Welt um, wenn wir vermehrt erfahren, dass Landschaft auch unsere Grundlage bildet.


Das Nicht-Gebaute Je länger wir die historischen Aufnahmen betrachteten, desto mehr fiel uns auf, dass sie weniger von den Häusern erzählen als von den Räumen dazwischen. Freiraum und Bauten bedingen sich. Die Häuser erscheinen nicht als Einzelobjekte, sondern als Teil eines räumlichen Gefüges. Sie besetzen die Landschaft, fassen Räume, markieren Übergänge und bilden gemeinsam einen Ortskörper. Ihre Dächer, ihre tektonische Verwandtschaft, ihre Stellung und ihre Nähe zueinander lassen den Ort als Ganzes erscheinen.
Einige grössere Baukörper übernehmen dabei eine besondere Rolle. Sie setzen Orientierungspunkte in der Landschaft: die Kirche, die Wegkreuzungen, das Dominikanerinnenkloster Danach zieht sich die kleinteilige Bebauung von Tschalun den Hang hinauf und bildet zusammen mit der Hinterdorfstrasse einen offenen Zwischenraum. Im Vordergrund liegt eine grosse, von Wegen durchzogene Wiese. Gerade weil sie unbebaut bleibt, gehört sie selbstverständlich zum Ort.
Mit der Zeit beginnen sich auch die unterschiedlichen Rollen der Gebäude zu zeigen. Es gibt Haupt- und Nebenbauten, Bürgerhäuser und Handwerkerhäuser, Gewerbebauten, Gärten und Werkplätze. Einige treten selbstbewusst auf, andere ordnen sich unter. Manche stehen dicht, fast im Schulterschluss, lassen aber immer schmale Gassen und kleine Höfe zu. Aus der Vogelperspektive wird diese Ordnung besonders deutlich. Der Dorfkörper spannt sich vom Kapuzinerkloster über die Kirche bis zum Dominikanerinnenkloster, weitet sich dort und franst schliesslich in die Landschaft aus. Wenige Hauptbauten prägen das Bild. Dazwischen entfaltet sich ein feinmaschiges Netz aus Wegen, Freiräumen und Häusern.
Auch Tschalun folgt dieser Ordnung. Die Bauten stehen nicht zufällig dort, wo sie stehen. Die Achse der Grundstrasse steuert unmittelbar auf die Fassade der Dr.-Bommer-Villa zu. Die Villa dominiert nicht nur die Strasse – die Strasse scheint in ihr zu enden. Ein einzelner Baum leitet die leichte Krümmung der Strasse ein. Das früher hier stehende Handwerkerhaus tritt etwas zurück und hält damit den Blick auf Villa, Klostermauer und Freiraum offen. Gleichzeitig wird eine zweite Richtung spürbar: jene des Dorfbachs. Sie zieht sich vom Tschaibrunnen entlang der Handwerkerhäuser bis zum Kloster und verleiht dem Quartier seine eigene Orientierung.
Heute ist dieser Zusammenhang nur noch schwer zu erkennen. Der Dorfbach wurde eingedolt, überdeckt und an den Rand gedrängt. Weiter bachaufwärts scheint die Stellung der Häuser zunächst zufällig. Vielleicht war sie es nie. Denn sie standen als kleiner Weiler um einen Brunnen, Bach oder Quelle. Selbst der Flurname ‚Tschaibrunnen‘ deutet darauf hin, dass die Geschichte dieses Ortes weiter zurückreicht als sein heutiger Ortskörper. Der Bach war vermutlich nicht nur Namensgeber. Er war sein eigentlicher Ursprung.
Gärten, Gassen, Zwischenräume Es wurde immer offensichtlicher, dass nicht die Häuser allein die Identität prägen, sondern vor allem die Räume zwischen ihnen. Die Gärten waren nach Norden und Süden ausgerichtet, vermutlich als Selbstversorgungsgärten hinter den Häusern entlang der Strasse. Die Giebel begleiten den Strassenraum, aber nie in einer starren Linie. Man sieht links auf der Skizze, wie kleine Versätze und Verdrehungen Nischen und Vorbereiche entstehen lassen. Nichts wirkt exakt. Die Gasse ist lebendig, mit fransiger Linie gesetzt, voller kleiner Verschiebungen. Zwischen den Handwerkerhäusern im Tschalun und den repräsentativeren Häusern an der Grundstrasse blieb ein Grünraum bestehen. Vielleicht war dieser Abstand nicht nur räumlich, sondern auch gesellschaftlich bedeutend – ein Zwischenraum zwischen Bürgern und Handwerkern.
Auch der Klostergarten erzählt davon. Beete, Nutzpflanzen und Wege bilden einen sorgfältig gefassten Innenraum. Der Garten war kein Park, sondern Teil des alltäglichen Lebens. Er diente der Versorgung ebenso wie der Kontemplation. Seine Ordnung entstand aus dem Gebrauch und nicht aus gestalterischer Absicht.
Die späteren Luftbilder zeigen, wie diese räumliche Qualität allmählich verloren ging. Grünflächen wurden versiegelt, Parkplätze angelegt und Autos in jede freie Lücke gestellt. Der Zusammenhang von Wegen, Hausstellungen und Freiräumen wurde immer schwerer lesbar. Die Dr.-Bommer-Villa verlor ihren selbstverständlichen Auftritt, der Klostergarten seine innere Ordnung. Beete verschwanden, Wege wurden aufgegeben und einzelne Bäume blieben als stille Erinnerung an die frühere Kulturlandschaft zurück.
Heute hat sich diese Entwicklung weiter verstärkt. Die Kräuter- und Versorgungsgärten sind verschwunden, der Klostergarten wurde weitgehend ausgeräumt. Die historische Struktur von Tschalun ist zwar noch erkennbar, doch die neueren Bauten scheinen diese Beziehungen zu vermeiden. Der Dorfbach wurde erfreulicherweise wieder geöffnet, wird jedoch noch immer als Restfläche behandelt – eingequetscht zwischen Strassen, Parkplätzen und technischen Anlagen. Dabei wäre gerade ihm die Rolle des atmosphärischen Mittelpunkts des Quartiers zuzutrauen.
Im Süden öffnet sich das historische Tschalun zur Sagimatt. Dass dieser Freiraum bis heute erhalten blieb, ist ein Glücksfall. (K12) Von hier aus lässt sich das Quartier als Ganzes lesen. Der Übergang von der offenen Wiese über den Fussweg in das dichte Gefüge der Gassen besitzt eine grosse räumliche Qualität. Auf der anderen Seite liegt der besagte Binnenraum als Fortsetzung des Klostergartens. Er wird von einem kleinen, querstehenden Haus mit Zwerggiebel abgeschlossen. Gerade weil dieser Raum so selbstverständlich wirkt, scheint er besonders schützenswert. Vielleicht besteht die eigentliche Aufgabe des Weiterbauens darin, nicht neue Freiräume zu erfinden, sondern die vorhandenen wieder als räumliches Gefüge zwischen Enge und Weite lesbar zu machen.
Zwei Ordnungen Im Grunde sind es zwei Ordnungen, die Tschalun bis heute prägen.
Die eine folgt dem Wasser. Entlang des Dorfbachs stehen die Häuser traufständig. Sie begleiten seinen Lauf, suchen seine Nähe und nutzen seine Kraft. Hier wurde gewaschen, gearbeitet und gelebt. Der Bach war Wasserraum und Antriebsquelle zugleich. Seine Richtung wurde zur Richtung der Gassen. Die Häuser begleiten ihn nicht nur – sie machen seinen Verlauf räumlich sichtbar.
Die andere Ordnung folgt dem Hang. Die oberen Bürgerhäuser reagieren nicht auf den Bach, sondern auf das Gelände. Ihre Giebel liegen quer dazu und richten sich talwärts. So überlagern sich zwei Systeme: das eine folgt dem Wasser, das andere der Topografie und damit auch der Strasse.
Dazwischen entsteht der eigentliche Ort. Nicht die Gebäude allein prägen seinen Charakter, sondern die Räume dazwischen. Historischer Ortsbau entstand nicht entlang von Baulinien, sondern aus Gebrauch, gesellschaftlichen Konventionen und Zwängen – letztlich aus Abmachungen zwischen den Bauten. Erst später wurden diese Räume von Strassen durchzogen.
Schaut man genauer hin, erkennt man eine erstaunliche Regelmässigkeit. Die Häuser stehen selten exakt gegenüber. Sie sind leicht gegeneinander verdreht oder versetzt. Dadurch entstehen keine geraden Strassenräume, sondern kleine Nischen, Vorbereiche und Aufweitungen. Man tritt aus dem Haus nicht unmittelbar auf die Gasse, sondern zunächst in einen kleinen Vorbereich oder eine Aufweitung. Von dort öffnet sich der Blick entlang der Strasse, zum Nachbarhaus oder weiter in die Landschaft. Die Gasse wird so zu einer nuancierten Abfolge räumlicher Situationen.



Was der Ort verträgt Im ISOS wird das Hinterdorf als bescheidenes Wohn- und Gewerbequartier mit kleinmassstäblicher Bebauung, Werkplätzen und umfriedeten Pflanzgärten beschrieben. Man liest von niedrigen Häusern mit Schindeln und Vorfenstern, von Kleingärten, Mäuerchen, Zäunen, Brunnenschuppen und verwinkelten Wegen. Vieles davon hatten wir bereits selbst beobachtet.

Wie also nun entwerfen? Entwerfen bedeutet für uns, Entscheidungen zu treffen. Nicht zwischen richtig und falsch, sondern zwischen dem, was einem Ort zuträglich ist, und dem, was ihm schadet. Man befragt den Ort danach, was er verträgt. Was seine Eigenart stärkt. So lange, bis er zu antworten beginnt.
Bei den ersten Varianten merkten wir, dass die Qualität litt, sobald wir die Freiräume bebauten. Nicht weil die Häuser falsch waren, sondern weil der Ort seine Lesbarkeit verlor. Man gewann zwar Quadratmeter, verlor aber den erweiterten Grünraum des Klosters, den offenen Binnenraum und die in der Architektur durchschimmernde Landschaft.
Also begannen wir, nicht die freien Flächen zu füllen, sondern die bestehenden Häuserzeilen weiterzudenken. Erst mit der Zeit verstanden wir, wie wichtig die Richtung des Bachs, der Gassen und der Häuser ist. Wie wichtig ihre Enden, ihre Aufweitungen und Übergänge sind. Die Aufgabe bestand nicht mehr darin, möglichst viel zu bauen, sondern das weiterzuführen, was Tschalun bereits in sich trägt.
Was muss sich ändern, damit es bleiben kann, wie es ist?
Der Bach als Anfang Der erste und wichtigste Entscheid war, den Bach wieder freizulegen, ihn erfahrbar zu machen und in den Ort einzubinden: der Glanz der Wasseroberfläche, ein zugänglicher Graben, das Geräusch, die Erinnerung an seine Geschichte. Der kleine Platz, der bisher kaum Bedeutung hatte, soll zusammen mit dem Bach und den umstehenden Häusern in seiner Enge erhalten bleiben. Gerade diese Enge macht den Ort spezifisch.
Der Neubau muss sich deshalb eng anlagern. Vielleicht bildet seine Fassade den Bachraum sogar mit. So entsteht ein hoher, schmaler Raum zwischen Neubau, bestehendem Haus und Hintergrundbebauung, der links und rechts Durchblicke erlaubt: einmal auf die Sagimatt, einmal in die Gassenwelt.
Das Quartier soll mit Enge beginnen.
Gleichzeitig war uns wichtig, den inneren Grünraum als Garten zu erhalten: als Fortsetzung des Klostergartens, beim Kloster noch ummauert, hier von Häusern gesäumt. Der lange Bau bildet einen Saum für diesen Garten mit Lauben- oder Balkonschicht und zugleich eine neue Werkplatz- und Handwerkergasse. Die bestehende Richtung zwischen Ost und West wird aufgenommen, verdoppelt und gestärkt.
Im Osten, hinter der Linde, sollte ein Bau den Platz zur Strasse fassen und einen Hintergrund in der Tiefe bilden. Ein Stopp, der den kleinen Hof um die Linde hält und dahinter den Brunnenplatz formuliert. Die Grenzabstände verhinderten dies. Vielleicht wird das später einmal möglich sein. Je tiefer man in den Garten geht, umso mehr Holz in den Fassaden, umso mehr Nebenbau, umso mehr landschaftsbezogene Architektur. Vorne ein doppelgiebliges Haupthaus, mit Durchwegung und Öffentlichkeit am Bach. Dahinter ein langgestrecktes, hölzernes Gartenhaus zuletzt ein überdimensionales Hinterhaus, in der Grösse und vielleicht leiser Anmutung einer Scheune.



Tschalun weiterbauen Am Ende gibt es keinen grossen Platz. Es gibt ein schmales Plätzchen am Bach, eine Nische neben der Linde, einen kleinen Brunnenplatz, Kleingewerbegassen, Durchgänge, Blicke, Gärten. Nun nicht mehr nur eine Gasse, sondern zwei, die die Richtung des Wassers betonen und vielleicht auf den Namen Tschalun zurückverweisen: auf die Aufweitung eines Gewässers, die Aufweitung eines Bachs.
So wollen wir den Ortskörper aufweiten. Die ehemaligen zwei Satteldachreihen werden zu dreien. Eine Verdickung entsteht (Vogelperspektive links), die sich beim Bestand weitet und danach vor dem Kloster wieder schliesst.
Grosse Plätze, Dorfplätze wird es hier nicht geben. Der grosse Platz liegt vorne im Dorf, am Herrenplatz bei der Kirche. Hier geht es um Räume des Alltags, der Durchwegung, der Arbeit, des Treffens. Es geht um Nähe und Weite.
Damit entsteht eine grundlegende Struktur und zugleich eine Handlungsanleitung für die weitere Bearbeitung. Sie entwickelt sich aus Tschalun selbst. Sie verstärkt dessen Körperlichkeit und reagiert an den Enden auf die veränderten Richtungen, Nachbarschaften und Räume: unten auf die Grundstrasse, den Blick zur Dr.-Bommer-Villa und den Dorfbach; oben auf die Dorfstrasse, das Haus Linde, dessen Höflein mit der Zufahrt der Nachbarn.
Mit der Enge entsteht räumlicher Reichtum. Dichte schafft hier keinen Druck, sondern Massstab. Sie bildet Beziehungen, lädt Räume auf, macht sie mehrfach lesbar und nutzbar. Gerade weil die Häuser nicht lose stehen, entsteht zwischen ihnen Bezugnahme und aussen Weite. Nicht als Restfläche, sondern als Freiraum: im Innern als lebendige Gassenräume und Garten, nach aussen die Landschaft.
So entwickelt sich eine räumliche Strategie, die selbstverständlich wirkt, weil sie aus dem Ort und seiner landschaftlichen Geschichte hervorgeht. Noch vor tektonischer Raffinesse, noch vor einer spezifisch innerschweizerischen Architektur, ist mit dieser Setzung bereits das zukünftige oder besser gesagt weiterhin gültige Wesen des Ortes beschrieben.
Unser Vorschlag versucht nicht, dem Ort eine neue Geschichte hinzuzufügen. Er versucht, seine verschütteten Eigenarten wieder sichtbar zu machen und so zu bauen, dass am Ende hoffentlich nur noch der Gedanke bleibt:
Natürlich. Es konnte gar nicht anders sein.



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Privates Einladungsverfahren: Bebauungs- und Freiraumkonzept in Schwyz, Projektleitung Carmino Weber Landschaftsarchitektur durch studioPass Emma Kaufmann Le Duc

